Neiße überflutet Kloster St. Marienthal

In St. Marienthal hat die Flutkatastrophe viel schlimmer gewütet als die Bilder vermuten lassen. Die Neiße, an deren Ufer das alte Klosterstift liegt, ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 7./8. August, nach nur kurzfristiger Vorwarnung rasend schnell gestiegen und mit einer Höhe und Heftigkeit über die Hochwasserschutzwände geschossen, die alles Bisherige weit übertrifft. Die Wassermassen haben alle Gebäude im Klosterhof erreicht, mit Wucht Türen und Fenster eingedrückt und sind bis in Brust- und Augenhöhe eingedrungen. Sie haben die Einrichtungen durcheinandergewirbelt und großenteils unbrauchbar gemacht oder weggespült. Schier endloser Dreck und Schlamm sind zurückgeblieben.
Es ist die größte und folgenschwerste Überschwemmung des Klosters seit seiner Gründung vor 775 Jahren. Gerade waren die nach der Wende begonnenen aufwändigen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten so gut wie abgeschlossen, hatte die 1989/90 vom Kloster gegründete Stiftung Internationales Begegnungszentrum (IBZ) St. Marienthal in den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden des Klosters gut Fuß gefasst und grenzüberschreitende Angebote zur Bildung, Erholung, Begegnung mit weit mehr als 100.000 Besuchern pro Jahr geschaffen, da können wir wieder von vorn anfangen. Die Schäden gehen in mehrfache Millionenhöhe. Fassungslos stehen wir davor.
Ungezählte Helfer aus nah und fern haben uns mit harter körperlicher Arbeit selbstlos geholfen, das Schlimmste zu beseitigen und zu retten, was zu retten war. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren tagelang in Gummistiefeln mit Putzgeräten im Einsatz. Um den Betrieb schleunigst wieder in Gang zu kriegen und die Einnahmen zu sichern - und damit die Arbeitsplätze der gut 60 Mitarbeiter des IBZ - , müssen wir die Unterkünfte, Speise- und Tagungsräume sowie die Büros schnell wieder herstellen und einrichten. Doch für die vielen dringend nötigen Reparaturen und Anschaffungen fehlt uns als Stiftung mit nur einem sehr geringen Stiftungsvermögen das Geld.
Nach ersten sachverständigen Schätzungen entsteht dem Internationalen Begegnungszentrum durch die Hochwasserkatastrophe ein Gesamtschaden in Höhe von 3,52 Mio. Euro.
Das Begegnungszentrum hat sich in den vergangenen Jahren darum bemüht, die Gebäude und Außenanlagen im Falle eines Hochwassers zu versichern. Aufgrund der unmittelbaren Lage an der Neiße haben alle angefragten Versicherungen einen Versicherungsschutz abgelehnt.
Wir bitten Sie daher sehr herzlich, uns mit Ihrer Spende zu helfen. Nie ist sie dringender nötig gewesen als jetzt. Jeder Euro ist kostbar für uns.
Wir freuen uns selbstverständlich auch über jede Sachspende. Eine Liste der dringend benötigten Gegenstände finden Sie auf der Seite www.hilfe-für-marienthal.de
Dankbar sind wie auch über Ihr Angebot zur Mithilfe. So ist z. B. das historische Sägewerk zu reinigen und sind an anderen Stellen auch viele kleinere Reparaturen durchzuführen.
Jede Art von Hilfe ist sehr willkommen!
Mit freundlichen Grüßen aus St. Marienthal
Ihr
Dr. Michael Schlitt
Spendenkonto des Begegnungszentrums
Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal
Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien eG
Bankleitzahl 855 910 00,
Kontonummer: 457 304 800 3
Kennwort: Hilfe für das Begegnungszentrum
Kontakt:
Dr. Michael Schlitt
Vorstandsvorsitzender
Tel.: 035823 / 77230
Spendenkonto des Klosters
Klosterstift St. Marienthal
Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien,
Bankleitzahl 850 501 00,
Kontonummer: 30 00 06 01 10
Kennwort: Hilfe für das Kloster
